Chira und ihr Weg zur vegetarischen Ernährung
Als Chira 2017 zu mir kam, brachte sie ausgeprägte Futtermittelunverträglichkeiten mit. Sie reagierte auf verschiedenste Fertigfutter, Proteinquellen und sogar auf BARF mit Magen-Darm-Problemen und Juckreiz.
Ein spezielles Allergiker-Trockenfutter funktionierte eine Zeit lang – bis sie es schließlich komplett verweigerte. Ihr schmeckte es einfach nicht.
Nach intensiver Recherche und sorgfältiger Rationsberechnung entschied ich mich für eine bedarfsdeckend geplante vegetarische Fütterung. Nicht aus Überzeugung, sondern weil es für sie die verträglichste Lösung war.
Die Umstellung erfolgte kontrolliert und schrittweise. Verdauung, Hautbild und Gewicht wurden regelmäßig überprüft.
Das Ergebnis:
Chira stabilisierte sich, fraß wieder gerne und ihre Beschwerden gingen deutlich zurück.
Sie verstarb 2024 im Alter von 11 Jahren. Ihre letzen Monate waren ernährungstechnisch ruhig und stabil – und haben meinen Blick auf individuelle Hundeernährung nachhaltig geprägt.

Ravi und die Umstellung auf Kochrationen
Ravi kam 2024 mit 11 Wochen zu uns und wurde von Anfang an gebarft. Gerade im Wachstum war mir eine hochwertige, bedarfsgerechte Ernährung besonders wichtig. Die BARF-Fütterung ließ sich gut umsetzen – im Alltag zu Hause.
Mit unseren Reisen im Wohnmobil wurde es jedoch zunehmend unpraktisch. Kühlmöglichkeiten, Lagerung und Hygiene unterwegs stellten uns vor Herausforderungen. Fertigfutter war für mich keine echte Alternative, da mich Zusammensetzung und Transparenz vieler Produkte nicht vollständig überzeugten.
Also entschied ich mich für einen neuen Weg: individuell berechnete Kochrationen.
Die Umstellung erfolgte strukturiert und angepasst an sein Wachstum. Die Rationen wurden bedarfsgerecht kalkuliert, Nährstoffe gezielt ergänzt und regelmäßig überprüft. So blieb die Versorgung auch in der sensiblen Entwicklungsphase gesichert.
Für uns ist die Kochration heute der ideale Mittelweg:
hochwertig, transparent, flexibel planbar – und reisetauglich.
Ravi zeigt mir täglich, dass gute Ernährung nicht kompliziert sein muss, sondern individuell durchdacht.

Aro – ein Welpe zwischen Familienalltag und Napfplanung
Aro, ein Labrador-Welpe, zog mit 12 Wochen in seine neue Familie ein – mit zwei Kindern und Zwergpudel-Opa Gonzo. Vom Züchter wurde Trockenfutter mitgegeben, was zunächst weitergefüttert wurde.
Die Eingewöhnungsphase war aufregend: neue Umgebung, neue Menschen, neue Routinen. Wie so oft bei Welpen reagierte auch Aro sensibel – es kam zu Durchfall.
Um seinen Magen-Darm-Trakt zu entlasten, wurde zunächst Schonkost gekocht. Diese vertrug er sehr gut und nahm sie begeistert an. Schnell entstand der Wunsch der Familie:
„Wir möchten für Aro kochen – aber zusätzlich Trockenfutter füttern, weil es besser in unseren Alltag passt.“
Daraufhin wurde ein individuell berechneter Rationsplan erstellt, der eine bedarfsgerechte Kombination aus Kochration und hochwertigem Trockenfutter ermöglicht. So ist die Nährstoffversorgung im Wachstum sichergestellt und gleichzeitig bleibt die Fütterung alltagstauglich.
Ein schöner Nebeneffekt: Auch Gonzo profitiert davon. Der kleine Zwergpudel-Opa war beim Futter eher mäkelig – doch seit er einen Teil seiner Tagesration gekocht bekommt, frisst er deutlich lieber und mit mehr Appetit.
Dieses Beispiel zeigt, dass Hundeernährung nicht „entweder oder“ sein muss. Mit einer durchdachten Planung kann sie individuell, flexibel und familientauglich gestaltet werden – ohne Kompromisse bei der Bedarfsdeckung.

Nala und der Weg zu mehr Verdauungsbalance
Nala, eine 6 Jahre alte Border-Collie-Mischlingsdame, wurde zuvor sowohl mit Nass- als auch mit Trockenfutter gefüttert. Dabei zeigte sich jedoch ein wiederkehrendes Problem:
Auf Nassfutter reagierte sie mit Durchfall, während Trockenfutter eher zu Verstopfung führte. Ein dauerhaft stabiles Gleichgewicht im Verdauungssystem stellte sich nicht ein.
Da das bisherige Futter zusätzlich vom Hersteller eingestellt wurde, entstand der Wunsch nach einer nachhaltigen Lösung. Die Entscheidung fiel bewusst auf BARF – mit dem Ziel, die Fütterung individueller zu gestalten und eine bessere Verdauungsbalance zu erreichen.
Es wurde ein bedarfsgerechter BARF-Plan erstellt und die Umstellung schrittweise durchgeführt, um Magen-Darm-Trakt und Stoffwechsel Zeit zur Anpassung zu geben. Wichtig war außerdem, Nalas bereits vorhandenes Idealgewicht stabil zu halten.
Die Umstellung verlief ruhig und ohne Komplikationen. Verdauung und Kotkonsistenz stabilisierten sich, und ihr Gewicht blieb konstant – genau wie gewünscht.
Heute liebt Nala ihr neues Futter, und die individuell abgestimmte Ration sorgt für mehr Ausgeglichenheit im Napf und im Bauch.

